Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Im Rahmen der Haushaltsberatungen und der Verhandlungen mit dem Bistum zur Sicherung des Kindertagesstättenangebotes in Mönchengladbach spielen auch die Standards in Kindertagesstätten eine Rolle.

 

Da die aktuelle Debatte um die Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland auch die Kindertagesstätten und deren Beitrag zur Steigerung des Leistungsvermögens und zur Verringerung der Selektion aus sozialen Gründen einbezieht, hat sich die GEW Mönchengladbach an den Sozialdezernenten und die Ratsfraktionen mit der Bitte gewandt, diese gestiegenen Anforderungen an die Kindertagesstätten und deren Personal bei den Überlegungen zur Sicherung des Angebotes in Mönchengladbach im Auge zu behalten.(s. nachfolgendes Schreiben)

 

 „Wir brauchen mehr statt weniger Geld und Personal im Kindergarten und mehr Angebote für unter Dreijährige, wenn wir den steigenden Anforderungen gerecht werden wollen.“

 

Sehr geehrter Herr Dr. Schmitz!

Sehr geehrte Damen und Herren!

 

Bei dem Bemühen, mit dem Bistum Aachen eine Regelung zu erarbeiten, die dessen Rückzug aus Kindertagesstätten mit den Erfordernissen eines verlässlichen Kindertagesstättenangebotes in Mönchengladbach in Übereinstimmung bringt, besteht die Stadt Mönchengladbach auf einer Angleichung der Standards in Tagesstätten in Trägerschaft des Bistums und in Trägerschaft der Stadt. Konkret führt dies zu einer Standardabsenkung in den Einrichtungen des Bistums (Erhöhung der Gruppenstärken, Wegfall der Freistellung der Leitung-Verschlechterung des Betreuungsschlüssels).

 

Vor dem Hintergrund der gestiegenen Anforderungen an die Arbeit in Kindertagesstätten und die hohen Erwartungen, die zum Ausgleich von Bildungsbenachteiligungen gerade auch in die vorschulische Förderung gesetzt werden, ist dies unverständlich. Die OECD Studie „Die Politik der frühkindlichen Erziehung in der Bundesrepublik Deutschland“ legt nahe, dass gerade durch eine Verkleinerung der Gruppengrößen die Einrichtung von Förderprogrammen und die systematische Entwicklung von Bildungsplänen erst möglich wird.

 

Wir bitten bei allen Bemühungen, die Versorgung von Kindern in Mönchengladbach sicherzustellen, diesen qualitativen Aspekt mit zu berücksichtigen und auf den Ausbau der Angebote für unter Dreijährige besonders Augenmerk zu legen.